Rauchfrei ... in die Zukunft
Erschienen am: 15.01.2009
„Mit dem Rauchen aufzuhören, ist die einfachste Sache der Welt. Ich habe es schon 100 Mal ausprobiert!“ (Mark Twain)

So geht es vielen Rauchern. Das Aufhören funktioniert meistens auch, aber viele werden wieder rückfällig. Trotzdem ist es zu schaffen und einer der es geschafft hat ist Konny K., 35 Jahre. Er hat Ende 2007 am Nichtrauchertraining des Gesundheitsamtes am Landratsamt Mühldorf a. Inn „Rauchfrei .... in die Zukunft“ teilgenommen und ist nun über ein Jahr „rauchfrei“.

Auch 2009 wird das Gesundheitsamt Mühldorf wieder „Rauchfrei“-Kurse anbieten.Für das erste Halbjahr ist jeweils ein Kurs in Mühldorf und Waldkraiburg an folgenden Terminen geplant:

Am Mittwoch, den 14.01.09 um 19.30 Uhr im Gesundheitsamt Mühldorf a. Inn

Am Mittwoch, den 22.04.09 um 19.30 Uhr im Familien- und Müttertreff Waldkraiburg.

Unverbindliche und kostenfreie Informationsabende hierzu finden am 07.01.09 im Gesundheitsamt Mühldorf und am 15.04. im Müttertreff Waldkraiburg, jeweils um 19.30 Uhr statt.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten bei regelmäßiger Teilnahme einen Großteil der Kosten. (2008 waren dies bis zu 75,- € von den 120,- € Kursgebühren).

Bei Fragen zum Kurs oder allgemein zum Thema Rauchen – Raucherentwöhnung – Nichtraucherschutz steht das Landratsamt – Gesundheitsamt, Fr. Carola John-Hofmann und Fr. Sylvia Wimmer, beides Dipl.-Sozialpädagoginnen und Nichtrauchertrainerinnen gerne zur Verfügung, Tel. 08631/699-526, -527

INFOBOX
Wann haben Sie denn zum Rauchen angefangen und wie viel haben Sie geraucht?

Die erste Zigarette habe ich mit acht Jahren geraucht – mein Großvater und mein Vater haben beide auch geraucht, da waren Zigaretten immer präsent. Dann mit 15 Jahren hab ich’s immer öfter mal probiert und so richtig begonnen hat’s dann mit meiner Lehre. Ich habe 18 Jahre lang 20 bis 25 Zigaretten am Tag geraucht.

War das Ihr erster Versuch aufzuhören – und was hat Sie dazu bewogen?

Mein erster Versuch war es nicht, wohl aber der erste mit einem Kurs. Vorher hab’s ich halt immer erfolglos in Eigenregie versucht. Dass ich’s jetzt so ernsthaft angepackt habe, dazu hat viel mein Hausarzt beigetragen. Er hat gemeint, wenn ich so weitermache, habe ich mit 40 Jahren einen Herzinfarkt, und das wollt ich ja wirklich nicht. Und meine Lungenkapazität betrug auch nur 65 % ....
Über die AOK bin ich dann auf den Kurs aufmerksam gemacht worden.

War es schwer?

Klar, dass es immer wieder Momente gab und auch jetzt noch gibt, aber die Kursleiterin hat uns auf diese Situation gut vorbereitet, und so versuch ich Tag für Tag weiterzumachen. Außerdem sehe ich einfach den Erfolg: meine Lungenkapazität hat sich erheblich verbessert und ich höre von allen, dass ich jetzt viel besser aussehe, nicht mehr so blass und fahl. Meine Umwelt nimmt es durchwegs positiv auf, vor allem die Familie. Und von dem Geld, das ich mir jetzt spare, gönne ich mir was für mein Wohlbefinden. Demnächst möchte ich sogar ins Fitnessstudio gehen.

Würden Sie den Kurs weiterempfehlen?

Ja, in jedem Fall, weil’s einfach wirkt. Man bekommt viel Unterstützung und auch praktisches Handwerkszeug.
Wenn man in der Gruppe aufhört, ist dies auch verpflichtender. Und man demonstriert dies ja auch nach außen, dass man aufhören möchte – und da wollte ich mir auch nicht vor den anderen die Blöße geben.

Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie auch weiterhin Nichtraucher bleiben!!