Keine Trendwende in Sicht – Inzidenz im Landkreis Mühldorf weiter steigend –
Schulen und Kitas müssen ab morgen geschlossen werden

Die erhoffte Trendwende bei der Inzidenzzahl des Landkreises Mühldorf a. Inn blieb leider aus: Die 7-Tage-Inzidenz ist übers Wochenende weiter angestiegen und liegt heute bei 115,6 (RKI Stand 01.03.2021, 3.10 Uhr). Da dieser Wert nun deutlich über 100 liegt, müssen laut der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Mühldorf a. Inn ab morgen Dienstag, 02. März, wieder geschlossen werden.

Mit Wirkung ab 02.03.2021 gilt deshalb im Landkreis Mühldorf a. Inn:
  • Die Schulen sind geschlossen. Für die sich im Wechselunterricht befindlichen Jahrgangsstufen, d.h. für Abiturientinnen und Abiturienten, für die im Jahr 2021 Abschlussprüfungen durchgeführt werden, sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen anstehen, gilt: es findet inzidenzwertunabhängig weiterhin Wechselunterricht statt, wobei eine Teilung der Klassen bzw. des Kurses nur erforderlich ist, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten wird.
  • Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder sind geschlossen.
  • Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sind in Präsenzform grundsätzlich untersagt. Zulässig bleiben hingegen Erste-Hilfe-Kurse und die Ausbildung von ehrenamtlichen Angehörigen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt ist.
  • Angebote der Erwachsenenbildung sind in Präsenzform grundsätzlich untersagt.
Landrat Max Heimerl hat alles versucht, diesen gravierenden Einschnitt zu verhindern. Noch am Freitag war man davon ausgegangen, dass die Steigerung nur vorübergehend sei. Um Planungssicherheit zu schaffen, wurde deshalb entschieden, die Entwicklung zu beobachten und am Montag Schulen und Kitas noch offen zu halten. Der Trend nach oben konnte jedoch nicht gebrochen werden. Am gestrigen Sonntag wandte sich Landrat Heimerl in einem offenen Brief an den Bayerischen Gesundheitsminister Holetschek mit der Bitte, die geltenden Regelungen in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung anzupassen und Grundschulen und Kitas damit mehr Planungssicherheit zu verschaffen.

Sobald der Inzidenzwert wieder die 100-Grenze unterschreitet, können ab dem nächsten Tag die Einrichtungen wieder geöffnet werden.
Zuletzt geändert am:
01.03.2021
um 14:09 Uhr
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