Aufwendige Wasserrettung am Inn – Verletzter Wanderer gerettet

Ebing, Landkreis Mühldorf - Eine technisch wie logistisch außergewöhnlich anspruchsvolle Rettungsaktion hat am heutigen Samstag rund 35 Einsatzkräfte mehrerer Hilfsorganisationen am Inn gefordert. Ein Wanderer hatte sich gegen Mittag in unwegsamem Gelände am Fuße eines rund 40 Meter hohen Steilhangs verletzt und kam nicht mehr weiter. Nachdem Feuerwehr und Rettungsdienst keine Möglichkeit für einen landseitigen Abtransport sahen, wurde gegen 13.15 Uhr zunächst der Einsatzleiter Wasserrettung alarmiert. Nach einer ersten Lagebeurteilung forderte dieser die DLRG Mühldorf sowie die Wasserwacht Waldkraiburg nach. Schnell zeigte sich: Ein Abtransport des Patienten über Land war ausgeschlossen. Das Gelände erwies sich als extrem unwegsam; auch die Seiltechniker der DLRG prüften vor Ort eine Rettung über den Steilhang – ohne Erfolg.

Damit blieb nur der Weg über das Wasser - und der gelang im engen Zusammenspiel der Organisationen. Während die Strömungsretter der DLRG Mühldorf die Einsatzstelle von Patientenseite erkundeten, setzte die Wasserwacht Waldkraiburg die beiden benötigten Boote ein und brachte diese an die Einsatzstelle heran. Gemeinsam wurde der Patient an Bord genommen. Da auch für die bereits vor Ort befindlichen Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst ein Rückweg den Hang hinauf nicht möglich war, wurden diese mit dem zweiten Boot aufgenommen. Anschließend brachten die Einsatzkräfte den Verletzten und ihre Kameraden gemeinsam flussabwärts in Sicherheit. Erst rund 1,5 Kilometer weiter konnten sie den Inn auf der rechten Uferseite verlassen. Dort wurde der Patient an den bodengebundenen Rettungsdienst übergeben, der die weitere Versorgung und den Transport in ein Krankenhaus übernahm. Rund eineinhalb Stunden nach der Alarmierung befand sich der auswärtige Wanderer bereits auf dem Weg in die Klinik.

Mit der Übergabe war der Einsatz jedoch noch nicht beendet: Die rund 15 Kräfte von DLRG, Wasserwacht und Feuerwehr mussten anschließend wieder zurück zur ursprünglichen Einsatzstelle gebracht werden. Dass die aufwendige und logistisch wie körperlich anspruchsvolle Rettung bei den hohen Außentemperaturen problemlos gelang, war vor allem der reibungslosen Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen zu verdanken. Der enge Schulterschluss von Feuerwehr, Rettungsdienst, Wasserwacht und DLRG ermöglichte es, den Verletzten sicher aus dem Gelände zu bringen.